
Viele Hamburger Schulen haben sportbezogene Schwerpunkte für unterschiedliche Zielsetzungen (von allgemeiner Bewegungsförderung bis zur Förderung einzelner Leistungssportler) und Zielgruppen (Kinder im Grundschulalter, adipöse Kinder, Spitzensportler/innen) entwickelt.
Um die Schulen bei dieser Gestaltung zu unterstützen, hat die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ein System in vier Stufen entwickelt (s. Grafik). Die Schulen, die sich besonders um eine Bewegungs- und Sportförderung verdient machen, werden mit einem Prädikat ausgezeichnet, welches ihnen die Möglichkeit bietet, sich der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und sich zu positionieren. Schülerinnen und Schülern sowie Eltern wird mit diesen Prädikaten die Orientierung in den verschiedenen Angeboten und ggf. die Schulwahl erleichtert.
Insgesamt 27 Hamburger Schulen tragen ein Prädikat als Schule mit sportlichem Schwerpunkt (Stand September 2009). Folgenden Schulen tragen ein Prädikat:
Prädikat "Eliteschule des Sports / Partnerschule des Leistungssports":
Gesamtschule Alter Teichweg
Prädikat "Partnerschule des Leistungssport":
Gymnasium Heidberg
Prädikat "Sportbetonte Schule":
Gesamtschule Allermöhe *
Gesamtschule Am Heidberg *
Heinrich-Hertz-Schule
Johannes-Brahms-Gymnasium
Margareta-Rothe-Gymnasium
Otto-Hahn-Schule
Schule Am Falkenberg
Schule Am Sooren
Schule an der Burgweide
Schule Genslerstraße
Schule Griesstraße*
Schule Meiendorf
Prädikat "Bewegte Schule":
Ganztagsschule Fährstraße
Grundschule Alter Teichweg*
Grundschule Rahewinkel
Grundschule Thadenstraße*
Schule Anna-Susanna-Stieg
Schule Friedrich-Frank-Bogen*
Schule Hohe Landwehr*
Schule Knauerstraße
Schule Lehmkuhlenweg
Schule Richardstraße*
Schule Scheeßeler Kehre*
Schule Tornquiststraße
Sprachheilschule Wilhelmsburg*
Hintergrundinformation zum 4-Stufen-System:
Als Eliteschule des Sports werden im Sport wie im schulischen Bereich gemeinhin besonders funktionstüchtige Verbundsysteme von Schule, Internat und Verein bzw. Verband bezeichnet. Hier wird in erster Linie die spitzensportliche Talentförderung in den Fokus genommen. Ernannt werden Eliteschulen des Sports durch den Deutschen Olympischen Sportbund. Partnerschulen des Leistungssports verfolgen das Ziel der Förderung von gesichteten sportlichen Talenten in Sportarten des Hamburger Sportartenkonzepts in Richtung auf die nationale Spitze. Ernannt werden diese durch die BSB.
Eine Sportbetonte Schule verfügt über eine sportliche Schwerpunktsetzung auf hohem Niveau. Sie fördert Bewegung im Unterricht und außerhalb des Unterrichts und erteilt für festgelegte Zielgruppen mehr als die geforderten drei Stunden Sportunterricht in der Woche. Vertraglich vereinbarte Kooperationen mit einem Fachverband oder Verein des Hamburger Sportbundes öffnen den Schülerinnen und Schülern darüber hinausgehend ein breites Angebot an sportlicher Betätigung. Dieses Prädikat erteilt die BSB.
Die Bewegte Schule zeichnet sich durch ein Konzept der Bewegungsförderung aus, das u. a. die schulischen Räume bewegungsfreundlich gestaltet und Bewegung auch in den Sitzunterricht integriert. Drei Stunden Sportunterricht werden durchgängig in allen Klassen für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend erteilt. Diese Schulen werden von der BSB zertifiziert.
Alle Schulen mit sportlichem Schwerpunkt bieten auch im außerunterrichtlichen Bereich Sportprogramme an, z. B. in Form von Kooperationsmaßnahmen „Schule und Verein“ oder im Rahmen der sportlichen Ganztagsförderung.