Spätestens zum Ende der Schulzeit wird eine Frage für Schüler und Eltern immer mehr ins Zentrum rücken.
Welchen Beruf soll ich (mein Kind) wählen?
Bevor hierauf eine realistische Antwort gegeben werden kann, müssen die Schülerinnen und Schüler vorher einige Fragen klären.
Auf dem schwierigen Weg der Berufsfindung wollen daher die Lehrer und Lehrerinnen dieser Schule mit einer Fülle von Maßnahmen, Projekten und Unterrichtsinhalten die Kinder und Jugendlichen unterstützen. Daher wurde von der Schulkonferenz ein
verbindlicher Projektplan - Berufsorientierung verabschiedet. Bei der Umsetzung unserer Ziele helfen uns
mehr als 30 außerschulische Partner -
wie Betriebe, soziale Einrichtungen, private und staatliche Organisationen. Da uns derartige Zusammenarbeiten wichtig sind, beteiligen wir uns dieses Jahr an dem bundesweiten Projekt
indem wir - unterstützt durch die „Stiftung der deutschen Wirtschaft“ - eine intensive Zusammenarbeit mit der Firma Siemens anstreben.
Um unsere Schülerinnen und Schüler optimal auf die Arbeitswelt vorzubereiten, ermöglichen wir ihnen
von der 5ten bis zur 9ten Klasse Begegnungen mit der Praxis.
Los geht es im Jahrgang 5. An einem Projekttag lernen die Kinder Berufe und Arbeitsfelder im Stadtteil kennen. Im Jahrgang 6 können die Kinder dann im Rahmen des girls day die Berufe der Verwandten kennen lernen. An einem Tag in der Berufsorientierungswoche im Jahrgang 7 erkunden die Schülerinnen und Schüler in namhaften Betrieben und sozialen Einrichtungen unterschiedliche Berufe. Fortgesetzt wird die Berufserkundung im Jahrgang 8. In der Firma HAUNI erforschen die Mädchen dann „technische“ und die Jungen in ortsansässigen Kindertagesstätten und Seniorenheimen „soziale“ Berufe. Den Höhepunkt der Praxisorientierung stellen die dreiwöchigen Betriebspraktika in den Jahrgängen 8 und 9 dar. Zusätzlich besteht ab der 9ten Klasse die Möglichkeit, ein wöchentlich stattfindendes Sozialpraktikum am Nachmittag zu besuchen.
Vervollständigt wird die
Informationsbeschaffung
durch verbindliche Besuche des Berufsinformationszentrums (BIZ), mehrerer Ausbildungsplatzbörsen und des Berufsinformationsbusses der Metall- und Elektroindustrie. Vor- und nachbereitet werden die Veranstaltungen in extra eingerichteten Berufsorientierungskursen, die in den 8ten und 9ten Klassen von den Tutoren durchgeführt werden.
So wichtig die erlebten, realitätsnahen Erfahrungen in der Arbeitswelt auch sind, für die Berufswahl müssen die Heranwachsenden ihre
eigenen Fähigkeiten und Interessen herausfinden und überprüfen.
In den Berufsorientierungskursen, im Arbeitslehreunterricht im Jahrgang 10 und an mehreren Projekttagen ermöglichen wir den jungen Menschen, in Potenzialanalysen mehr über sich zu erfahren. Damit das Erlernte und Erlebte nicht verloren geht, sollen die Schüler und Schülerinnen ab der 7ten Klasse ihre
Erfahrungen, Erkenntnisse und Zertifikate im Berufswahlpass sammeln.
Es steht somit allen ein Dokument offen, ihren eigenen Lernprozess zu überprüfen und zu optimieren.
Der Prozess der Berufsfindung bedingt neben der persönlichen Orientierung eine
intensive Beratung.
Daher arbeiten wir an der Gesamtschule Allermöhe eng mit der Bundesanstalt für Arbeit zusammen. Mehrmals im Jahr kommt die Berufsberaterin in die Schule und steht den Absolventen der 9ten und 10ten Klasse für Gespräche zur Verfügung. Unterstützt wird diese Maßnahme durch Laufbahnberatungen der Tutoren.
Unseren Hauptschülerinnen und Hauptschüler steht darüber hinaus noch die Möglichkeit offen, an einem Beratungsnetz teilzunehmen, an dem neben der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeitsstiftung, diverse Hamburger Betriebe und unsere Schule mitwirken.
Um unseren Schülerinnen und Schülern eine bestmögliche Chance auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen, organisieren wir für die 9ten Klassen
Bewerbungsgespräche mit erfahrenen Vertretern der Wirtschaft.
Abgerundet wird das Bewerbungstraining durch Bewerbungstests, die an
Projekttagen von dem DGB durchgeführt werden.
So wie die Arbeits- und Berufswelt ständigen Veränderungen ausgesetzt ist, wird auch die Berufsorientierung an dieser Schule ständig ihr Gesicht verändern. Für die nächsten Jahre wird zum Beispiel eine intensivere Einbeziehung der Eltern und eine erhöhte Beteiligung der Fächer angestrebt.